Testbericht Differenzdruck-Controller Wodtke DS 01

Der Differenzdruck-Controller Wodtke DS 01 kostet inklusive Mehrwertsteuer 810 Euro und befindet sich damit auf einem durchschnittlichen Niveau, sofern man nur das Gerät alleine möchte. Will man den Druckwächter aber “in der Wand versenken”, was aus optischen Gründen durchaus sinnvoll sein kann, benötigt man zusätzlich einen Wandeinbaukasten aus Stahl, der mit weiteren 230 Euro zu Buche schlägt. Zudem wird vom Hersteller dringend empfohlen, verschiedenes Zubehör wie einen Druckmessadapter, einen Temperaturmessadapter sowie verschiedene Spezialkabel mitzubestellen, sodass man alles in allem wohl auf 1.500 Euro kommt, wenn der Einbau durch einen Elektriker gewünscht wird.

Installation
Wie bei allen Druckwächtern gilt auch beim Differenzdruck-Controller Wodtke DS 01, dass der Einbau nur von Experten vorgenommen werden sollte, damit eine zuverlässige Funktionsweise gewährleistet werden kann. Für geübte Hände ist die Installation indes nicht schwer und sollte in Abhängigkeit davon, ob ein Einbau in die Wand gewünscht ist, in zwei bis vier Stunden erledigt sein.


Leistung
Der Differenzdruck-Controller Wodtke DS 01 ist natürlich TÜV-geprüft und garantiert somit eine fehlerfreie Funktionsweise. Weil der Differenzdruck zwischen dem Verbindungsstück der Abgasanlage einer raumluftabhängigen Feuerstätte und dem Raum, in dem der Kaminofen steht, verglichen wird, scheiden äußere Störfaktoren wie etwa starker Wind, der bei anderen Druckwächtern bei der Verwendung von Außensensoren zu Problemen führen kann, von vornherein aus.

Optik
Das Aussehen ist sicherlich kein Pluspunkt für den Differenzdruck-Controller Wodtke DS 01. Auch dann nicht, wenn der Wandeinbaukasten mit Aluminium-Outfit zusätzlich bestellt wird. Vielmehr macht der Einbaukasten den eigentlichen Vorteil des Wodtke DS 01, etwas kleiner als andere Druckwächter zu sein, mit seiner Größe wieder zunichte.

Service
Die wodtke GmbH kooperiert deutschlandweit mit zahlreichen Händlern, die in der Regel bei Fragen kontaktiert werden sollen. Darüber hinaus steht ein Kontaktformular auf der offiziellen Homepage zur Verfügung und auch telefonische Anfragen direkt beim Hersteller sind möglich.

Fazit
Der Differenzdruck-Controller Wodtke DS 01 ist ein zuverlässiges Gerät mit dem Makel, optisch nicht wirklich ansprechend zu sein, was aber generell kein Druckwächter von sich behaupten kann. Darüber hinaus ist lediglich der alles in allem doch recht hohe Preis noch als Negativaspekt anzuführen.


Testbericht Druckwächter Leda LUC Unterdruck-Controller

Mit einem Preis von rund 850 Euro, der bei einzelnen Händlern höher oder niedriger sein kann, ist der Unterdruck-Controller LUC der Firma Leda preislich auf einem durchschnittlichen Niveau, wird aber dennoch von vielen Hausbesitzern, die sich für das Gerät entschieden haben, gelobt.

Installation
Die Installation des Leda LUC ist nicht wirklich schwierig, zumindest nicht für geübte Heimwerker bzw. Elektriker. Wer selbst handwerklich eher ungeschickt ist, könnte allerdings Probleme bekommen, weshalb im Zweifelsfall der Einbau durch einen Experten vorzuziehen ist. In der Regel sollte der Leda LUC aber innerhalb weniger Stunden so eingebaut sein, dass er verwendet werden kann. (mehr …)

Druckwächter oder raumluftunabhängiger Ofen?

Es ist eine der wichtigsten Fragen, mit denen man beim Kauf eines Kamin- bzw. Schweden-Ofens konfrontiert wird, wenn man im Haus über eine Lüftungsanlage verfügt. Soll es ein raumluftunabhängiger Ofen sein, der über einen externen Luftanschluss verfügt, womit keine Schadstoffe aus dem Inneren des Kamins in den Wohnbereich gelangen können, oder darf es auch ein “normaler” Ofen sein, bei dem weitere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen, um Gefahr für das Leben der Bewohner im Falle eines Unterdrucks zu vermeiden? (mehr …)

Erfahrungsbericht Luftdruckwächter P4 (Erich Huber GmbH)

Die Webseite Druchwächter-Kaminofen.de ist natürlich nicht grundlos entstanden. Vielmehr hatte ich als späterer Seitenbetreiber das Problem, dass nach abgeschlossenem Hausbau und dem Kauf eines Schweden-Ofens der ausgewählte Druckwächter P4 von der Erich Huber GmbH leider über Monate hinweg Probleme bereitet und auch heute nur dank eines Einfalls unseres Elektrikers eine annehmbare Lösung darstellt.

Nachfolgend eine kleine Zusammenfassung unserer Druckwächter-Geschichte:

Wenige Wochen nach dem Einzug in unser neu und inklusive Be- und Entlüftungssystem erbautes Haus im November 2011 und damit rechtzeitig zum Winterbeginn wurde der ausgesuchte Schweden-Ofen geliefert. Wir hatten uns nach eingehender Beratung für die Variante mit einem nicht-raumluftunabhängigen Ofen entschieden, da selbst bei Öfen, die dieses Etikett tragen, keine hundertprozentige Sicherheit gegeben ist, dass nicht doch Schadstoffe entweichen können. Folglich musste vor der Inbetriebnahme auch ein Druckwächter her, wobei wir uns auf den Rat des Ofen-Verkäufers hin für den P4 entschieden haben, der kurze Zeit später von unserem Elektriker eingebaut und in Betrieb genommen wurde.

Mit dem Wind kommen die Probleme
Nachdem die erste Woche alles glatt lief, bemerkten wir an einem windigen Tag plötzlich, dass unsere Lüftungsanlage nicht mehr lief und der Druckwächter grün blinkte. Nach kurzer Zeit wurde daraus aber wieder ein konstantes grünes Licht und die Lüftung lief wieder. Nur wenige Minuten später fiel die Anlage aber wieder aus und wiederum blinkte der Druckwächter. Windschutz P4 Huber DruckwächterNachdem sich dieses Schauspiel diverse Male wiederholt und stets die Lüftungsanlage vom Druckwächter weggeschaltet wurde, nahm ich Kontakt mit unserem Elektriker auf, der daraufhin die von der Erich Huber GmbH angebotene Sturmschutzdose an der Außenwand anbrachte. Diese führte allerdings nicht wirklich zu einer Besserung, sodass wir uns dazu entschlossen, den P4 zunächst außer Kraft zu setzen und eine andere Lösung zu suchen. Leider war der Kundenservice der Erich Huber GmbH keine wirkliche Hilfe. Zwar wurde alles am Telefon gut beschrieben, doch letztlich konnten alle Tipps nichts daran ändern, dass der Druckwächter die Lüftungsanlage immer wegschaltete. Als schließlich auch unser Versuch, mittels eines weiteren manuell angefertigten Überbaus (vgl. Foto) den Druckwächter an der Außenwand vor Wind zu schützen, nicht zum Erfolg führte, waren wir nahe dran, aufzugeben und das Gerät wieder komplett auszubauen.


Zusatzschalter setzt P4 außer Kraft
Unserem Elektriker, der auf die Idee kam, den Druckwächter mittels eines zusätzlichen Schalters nur dann aktiv werden zu lassen, wenn auch eingeheizt ist, haben wir es zu verdanken, dass wir uns mittlerweile nicht mehr ständig darüber ärgern müssen, dass die Lüftung vom P4 weggeschaltet wird. Bevor wir Feuer machen, schalten wir im Sicherungskasten den Zugriff des P4 auf die Lüftungsanlage an, sodass vollumfängliche Sicherheit besteht. Ansonsten, also den Großteil der Zeit, ist der Druckwächter zwar an und registriert gegebenenfalls einen Unterdruck, kann aber die Lüftung nicht vom Stromnetz trennen. Weil man es nicht nur am grünen Blinken sehen, sondern auch an einem Knacken hören kann, wenn der P4 einen Unterdruck feststellt, wissen wir, dass auch heute noch, wenn der Wind etwas stärker geht, häufig ein Unterdruck registriert wird. Ohne den zusätzlichen Schalter wäre uns folglich nichts anderes übrig geblieben, als den P4 wieder zurückzugeben. Doch mit der nun gefundenen Lösung lässt es sich einigermaßen leben, auch wenn es sicher nicht der Optimalfall ist und ein gewisses Maß an Verantwortung erfordert, den Schalter vor dem Anheizen korrekt zu setzen.

ACHTUNG: Die geschilderte Lösung wird NICHT zur Nachahmung empfohlen! Mit dieser Variante verbunden ist gegebenenfalls ein Verlust des Versicherungsschutzes und bei Nachlässigkeit eine große Gefahr für die eigene Gesundheit. Für uns ist diese Lösung nur deshalb in Frage gekommen, weil unsere Wärmepumpe so gut funktioniert, dass wir den Schweden-Ofen quasi nie verwenden.

Weitere Anmerkung: wer ähnliche Probleme wie wir hat, sollte sich an den Kundenservice der Erich Huber GmbH wenden, der für alle Fälle Lösungen parat hat. Für uns kamen die mit einiger Verspätung erhaltenen Informationen leider zu spät, um obige Geschichte abkürzen zu können.

Was macht ein Druckwächter?

Ein Druckwächter ist zwar nur ein vergleichsweiser kleiner Kasten, der im Fall der Fälle aber Leben retten kann. Nämlich genau dann, wenn sich in einem Raum, in dem sich ein Kaminofen befindet und zugleich eine Lüftungsanlage betrieben wird, ein Unterdruck bildet, durch den schädliche und unter Umständen für Mensch und Tier tödliche Schadstoffe wie CO2 oder Kohlenmonoxid aus dem Ofen gezogen werden und in den Wohnbereich gelangen können. Ein Unterdruck kann beispielsweise dann entstehen, wenn bei einer Be- und Entlüftungsanlage nur noch die Entlüftung funktioniert, die Belüftung aber ausfällt, was bei einem Gerät nie ausgeschlossen werden kann.

Dass in solchen Fällen Schadstoffe nach draußen gelangen, unterbindet der Druckwächter dadurch, dass die Lüftungsanlage abgeschaltet wird.

Einen Unterdruck erkennt der Druckwächter je nach Modell auf verschiedene Weise. Entweder wird der Druck an der Außenwand des Hauses mit dem im Innenbereich verglichen oder aber der Raumdruck mit dem im Inneren des Schornsteins. Kommt es dabei zu größeren Abweichungen, greift der Druckwächter ein und schaltet die Lüftungsanlage weg.